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Die Kawasaki Zephyr Baureihe



Die Zephyr 750




Zephyr 750 - Cockpit



Zephyr 750 - Motor



Zephyr 750 - Bürzel



Zephyr 750 - Hinterbau

Kein anderes Model der Zephyr-Reihe verkörpert so sehr die opti­sche Linie der legendären Z1, wie die Zephyr 750. Sofort bei der Präsentation bei der IFMA 1990 in Köln wurde sie euphorisch mit Lob überhäuft. Für das Publikum war es, als hätten die Ingenieure von Kawasaki ihre eigene Vergangenheit kopiert. Das Revival der klassischen Optik der frühen 1970er Jahre, mit formschönem bau­chigen Tank, Entenbürzel, Stufensitzbank und einer an die Z 1000 A erinnernden verchromten 4-in-2 Auspuffanlage, versetzte alle in größte Verzückung. Die Zephyr 750 wurde in einem Atemzug mit der Z1 genannt, obwohl das technische Konzept eher auf die Z 650 der späten 1970er Jahre zurückgeht.

Auch bei diesem Modell dominiert der klassisch schöne ölgekühl­te 4-Zylinder-Reihenmotor, mit den großen Kühlrippen und einem schönen abgerundeten Ventildeckel mit den typischen halbmond­förmigen Gummidichtungen, der ebenfalls seine Herkunft nicht ver­leugnen kann. Urspünglich stammte er aus der Z 650 (66 PS), wer­kelte dann in den 1980er Jahren modifiziert weiter zuerst in der Z 750 E (77 PS) und anschließend in der GPZ 750 UT (87 PS). In der Zephyr 750 wurde er in den Versionen C1-C4 (1991-1994) mit 72 PS verbaut, in den Versionen C5/D1-D2 (1995-1997) dann auch mit 76 PS. Neben der Zephyr 750 werkelte dieses Triebwerk auch in dem alten kardanangetriebenen Tourer GT­ 750, der noch bis 1992 in Großbritannien verkauft wurde. Mit modifiziertem Zylin­der­kopf, Zylindern und Motordeckel kam er außerdem ab 1999 noch in der ZR-7 zum Einsatz.

Verpackt ist der Motor mit dem 5-Gang-Getriebe auch hier in ei­nem klassischen Doppelschleifen-Stahlrahmen, im Gegensatz zur Zephyr 550 verfügt die 750er aber über einen Hauptstständer, der die Wartung wesentlich vereinfacht.

Das Ganze steht auf 17-Zoll-3-Speichen-Alufelgen, vorne mit ei­nem 120 mm breiten Reifen, gebremst durch 2 Bremsscheiben mit Doppelkolben-Bremssätteln und gefedert durch eine Telesko­p­ga­bel mit 41 mm Standrohrdurchmesser; hinten mit einem 150 mm breiten Reifen, gebremst durch eine Scheibenbremse mit Dop­pel­kolben­zange, eingpaßt in eine Alu-Kastenschwinge mit war­tungs­freund­lichen Exenterspannern, gefe­dert durch in Vor­span­nung und Zugstufen einstellbaren Stereo-Stoßdämpfer mit Aus­gleichsbehä­ltern. Abgerundet wird die Op­tik durch klassische Armaturen in se­paraten Chrombechern, einen bauchigen trop­fen­förmigen Tank und einem schönen, schlank designten Heck mit Entenbürzel und ein­gepaßtem halbrunden Rücklicht.

Trotz der klassischen Optik kann die Zephyr 750 sehr sportlich be­wegt werden. Ihr bevorzugtes Terrain sind hinsichtlich des unge­schützten Sitzplatzes aber nicht Autobahnen und Schnellstraßen, sondern kurvige Landstraßen.

Wer es versteht seine Zephyr 750 richtig zu bewegen, vor­aus­gesetzt vorne und hinten mit strafferen Fe­derlelementen aus­ge­stattet, kann auf kurvigen Strecken so manchem Yoghurtbecherpiloten schon das eine oder andere Stau­nen abringen.



Modell-Chronik



Zephyr 750 C1 (1991)



Zephyr 750 C2 US (1992)



Zephyr 750 C5 (1995)



Zephyr 750 D1/D2 (1996/97)



Zephyr 750 D1/D2 (1996/97)

1990 erfolgte die Vorstellung der Zephyr 750 bei der IFMA in Köln und sie wurde bereits dort mit viel Lob überschüttet und in einem Atemzug mit der alten Z1 genannt.

1991 begann mit der C1-Version der Export der Zephyr 750 in die ganze Welt. Auf den Tankflanken prangten die großen verchrom­ten Zephyr-Schriftzüge. Auf den Seitendeckeln befand sich die Hubraumangabe als PVC-Aufkleber.
Verfügbare Farben: hellrot und dunkelblau.

1992 ging die C2 technisch fast unverändert ins Rennen. Auf den Tankflanken befanden sich nun die Kawasaki-Schriftzüge. Dafür zierte ein kleiner Zephyr-Schriftzug plus Hubraumangabe als PVC-Aufkleber die Seitendeckel. Ende des Jahres 1992 kam aufgrund schwacher Verkaufszahlen und der Querelen mit der Ford Motor Company, wegen der Namensrechte, das Ende für die Zephyr 750 in den USA.
Verfügbare Farben: hellrot und dunkelblau.

1993 wurde für die C3 aufgrund der Beschwerden über schlech­te Lackierungen der Tanks wesentlich mehr Klarlack verwendet. Auf den Seitendeckeln befand sich ab jetzt ein kleiner verchromter Ze­phyrschriftzug mit Hubraumangabe. Es gab kleine technische Än­derun­gen in Form verstärkter Dichtungen an Zylinderfuß und -kopf und Ventildeckel. Angeblich soll auch ein verändertes Zünd-Steu­er­gerät verbaut worden sein, wofür es in den deutschen Kawasa­ki-Teilelisten aber keinen Beleg gibt.
Verfügbare Farben: hellrot, weinrot und grün.

1994 ging die C4-Version technisch unverändert ins Rennen.
Verfügbare Farben: weinrot, grün und schwarz.

1995 bekam die Zephyr 750 als C5-Version eine auf 76 PS erhöh­te Motorleistung. Für ein verbessertes Kaltstartverhalten wurde ei­ne elektrische Vorheizung für die Vergaser verbaut. Aufgrund ver­schärfter Abgas- und Geräuschvorschriften wurden der C5 längere und im Durchmesser größere Endschalldämpfer verpaßt. Ansons­ten glich diese Version der C4 des Vorjahres.
Verfügbare Farben: weinrot und schwarz

1996 brachte Kawasaki eine Zephyr 750-Version auf den Markt, die optisch noch näher an der Z1 lag, als alle anderen davor, die Zephyr 750 RS, die in Europa als Version D1 bekannt wurde. Im Gegensatz zu der vorherigen 750er Version C5, hatte die D1 nun formschöne Drahtspeichenräder und eine an die klassische Lak­kie­rung der Z 900 Super Four von 1972/73 angelehnte Zweifarblak­kierung. Außerdem bekam diese Version anders gelochte Brems­scheiben und bessere Bremszangen
Verfügbare Farben: orange/braun und silber/schwarz.

1997-1999: Das letzte Jahr in dem die Zephyr 750 nach Europa exportiert wurde war 1997 und die D2 bekam noch ein Sekun­där­luf­tsystem zur schadstoffärmeren Verbrennung. Aufgrund der ge­füll­ten Lager der Importeure, war sie trotzdem bis Ende 1999 offi­ziell im europäischen Kawasaki-Programm; die letzten wurden im Jahr 2000 erst­zu­gelassen.
Verfügbare Farben: orange/braun und silber/schwarz.



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